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Dynamic Defense System

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Dynamic Defense System

  • ist eine moderne, hochwirksame Selbstschutzmethode. Sie ist speziell zugeschnitten auf die Verteidigung gegen zeitgenössische Aggressionen jeglicher Art. Höchste Effizienz ergibt sich aus der systematischen Optimierung der Techniken durch Anwendung der Grundsätze der Biomechanik.
  • basiert auf der systematischen Ausnutzung der natürlichen Reflexe eines jeden Menschen. Instinktiv anwendbare Techniken sind einfach, schnell erlernbar und kraftvoll.
  • Das DYNAMIC DEFENSE SYSTEM ist keine Sportart sondern eine Selbstschutzmethode, die Ihr Leben retten kann.

Die Grundpfeiler


WirksamkeitGeübt werden ausschließlich diejenigen Bewegungen und Techniken, die sich in der Praxis bewährt haben. Theoretische Machbarkeit, Aesthetik oder technische Komplexität sind Kriterien, die hier keinen Platz haben.

Intuitives SpürenPotentiell gefährliche Situationen müssen intuitiv erfasst werden, schon bevor die Gefahr sich konkretisiert. Der Schüler lernt seine Sensibilität für solche Situationen zu schärfen, was ihm erlaubt dem Gegner auszuweichen oder seine Aktionen anderswie zu durchkreuzen.

MobilitätGeistige und körperliche Beweglichkeit  gibt es auf verschiedenen Ebenen :

  • Vermeiden von potentiellen Gefahrenquellen
  • Ausweichen bzw. Flucht bei konkretisierter Bedrohung
  • Ist dies nicht möglich: körperliche Ausweichbewegungen bei gegnerischem Angriff und anschließende
  • Gegenangriffe bis zum Neutralisieren der Gefahr

Beweglichkeit ist einer der Grundpfeiler der Methode. Sie erlaubt es einen (ev. physisch weit überlegenen) Angreifer zu besiegen ohne Kraft gegen Kraft anwenden zu müssen.
Selbstverteidigung bedeutet Flexibilität in Denken und Handeln, da die möglichen Situationen vielseitig und nicht voraussehbar sind . Man muss vorbereitet sein gegen einen körperlich überlegenen Gegner, der noch eventuell bewaffnet sein kann, gegen mehrere Gegner, man muss sich in sehr engen räumlichen Begebenheiten zurechtfinden ebenso wie unter widrigen Lichtverhältnissen, usw.

Die einzige Art derartig ungünstigen Umständen beizukommen besteht in der konsequenten Anwendung der Beweglichkeit. Sie erlaubt es:

  • gegnerischen Angriffen auszuweichen,
  • gegen mehrere Angreifer zu bestehen,
  • sich in einen vorteilhaften Winkel in Bezug auf den Gegner zu begeben,
maximale Schlagkraft durch Mobilisierung der ganzen Körperenergie zu entwickeln.

ReflexeDie Schnelligkeit der eigenen Reaktion ist von überragender Wichtigkeit. Dazu kommt das Faktum, dass eine Reaktion um so einfacher in Stresssituationen reproduzierbar ist, je mehr sie den natürlichen Reflexen ähnelt.
Die spontane angeborene Reaktion ist somit die natürliche Basis der technischen Dimension.

KreativitätJeder Mensch hat seine ihm eigenen körperlichen und geistigen Stärken und Schwächen. Es wäre ein Fehler jeden zu der gleichen Lösung eines bestimmten Problems zwingen zu wollen. Genügend Freiraum zum Experimentieren und Suchen des eigenen Weges – immer in Anbetracht der allgemeingültigen Prinzipien Machbarkeit und Wirksamkeit – ist nicht nur sinnvoll sondern unablässig.

PanikbewältigungEin Aggressor schlägt zu wie der Blitz aus heiterem Himmel.
Effektives Handeln angesichts einer derartigen Stresssituation wird zu einer Kunst, die geübt werden will. Die Fähigkeit Angst- und Panikgefühle angesichts einer Gefahrensituation zu kontrollieren, ist ein absolutes Muss für jeden ernsthaften Kampfkünstler.

Kenntnis des GegnersEine tiefgreifende Kenntnis der Psychologie und allgemeinen Vorgehensweisen von Kriminellen und Schlägern ist wichtig, sowohl um eine Situation zu entschärfen als auch um den Kampf zu dominieren.
Einige beschwichtigende Worte können eine völlig überflüssige Schlägerei vermeiden, ein falsches Wort, ein unangemessener Blick oder eine unbedachte Körpersprache bringen schneller Ärger als man sich wünschen kann.
Das Einstudieren der üblichen Angriffsmethoden von Kriminellen mit Hilfe von Simulationsübungen erlaubt ein optimales Reagieren im Ernstfall.

RealismusJede Übung muss so realistisch wie möglich abgehalten werden.
Der Trainingspartner muss angreifen wie der Schläger auf der Straße und nicht wie der traditionelle Kampfkünstler,der sich strikt an die Regeln und technischen Vorgaben seiner Disziplin zu halten hat. Selbstgefälligkeit hat hier keinen Platz.
Es ist ebenfalls wichtig, den Übungsraum regelmässig zu verlassen und Simulationsübungen unter den verschiedensten örtlichen Beding-ungen zu absolvieren.

Technische OptimierungDas DDS ist weder an eine technische Tradition noch an ein sonstiges Gebot gebunden. Einzig und allein zählt die physiologisch gesehen maximal effiziente Bewegung. So ist es nur logisch wenn man sich an den Grundprinzipien der Biomechanik orientiert, um die technische Seite des DDS zu optimieren.

ErgiebigkeitDas Training selbst ist:

  • systematisch
  • progressiv (steigender Schwierigkeitsgrad)
  • physisch intensiv
  • auf das gesetzte Ziel fixiert.

Setzt man sich als Ziel eine wirksame Selbstverteidigungsmethode für durchschnittlich begabte Mitmenschen zu schaffen, so ist es wichtig einen optimalen Trainingswirkungsgrad anzustreben um auch kurzfristig gesehen greifbare Verbesserungen der individuellen Verteidigungskapazität vermerken zu können.
Ausschließlich Übungen, die diesem Ziel gerecht werden, stehen auf dem Lehrplan; traditionelle Methoden wie etwa das Einüben  von festgelegten Übungssequenzen (japanisch : Kata) erfüllen diese Kriterien nicht. Abzusehen ist ebenfalls von Übungen, welche Reflexe einüben, die sich im Ernstfall als äußerst schädlich erweisen könnten, wie etwa das voreilige Übergehen zum Bodenkampf.
Geht man davon aus, dass man in einer extremen Stresssituation intuitiv reagiert, geht es in erster Linie darum, wichtige Prinzipien zu verinnerlichen ohne dabei den kreativen Beitrag der eigenen Persönlichkeit zu vergessen. 
 Es versteht sich von selbst, dass das Training methodisch aufgebaut  und dem persönlichen Potential jedes Einzelnen angepasst ist.

Unterschiede zu den traditionellen Kampfkünsten 

Die allermeisten Kampfkünste verfolgen mehrere Ziele: Fortsetzen eines bestimmten, klar umrissenen historischen Stils, sportliche Aktivitäten (Wettkämpfe; mittlerweile das Hauptanliegen vieler “Kampf”-künste), das Suchen nach einem spirituellen Weg, das Suchen nach Harmonie und Aesthetik in der Bewegung usw.  Die Selbstverteidigung selbst, Ursprung sämtlicher Kampfkünste und Exklusivziel beim DDS, wird hier leider oftmals zu einem bloßen Nebenziel degradiert.

Sind Kampfsportarten nicht wirksam ?

Ganz klar, dass Kampfsportarten, die sich den sportlichen Wettkampf auf die Fahne geschrieben haben, auch wirksam sind, denn nur Wirksamkeit verhilft zum Sieg auf der Matte.
Sportlicher Wettkampf findet jedoch in einem streng abgegrenzten Regelfeld statt: es gibt Verbote, eine genau definierte, ebene Kampffläche, einen einzigen Gegner, der sich ebenfalls an alle Regeln zu halten hat, einen Schiedsrichter, der das ganze überwacht und bei Übertretungen sofort einschreitet, usw.
Auf der Straße gibt es all dies nicht, folglich sind hier auch andere Kompetenzen gefragt um wirksam zu sein, das heisst in diesem Fall, um den Ernstfall möglichst schadlos zu überstehen.

Worin unterscheidet sich das DYNAMIC DEFENSE SYSTEM von anderen Selbstverteidigungsmethoden ?

Das DDS  ist die natürlichste Methode, die man sich verstellen kann. Die Abwehr von Schlägen und Greiftechniken beruht auf der systematischen Ausnutzung von natürlichen Reflexbewegungen , es gibt keine Vielzahl an festgelegten Stellungen oder  komplizierte Techniken; Einfachheit und Natürlichkeit sind Trumpf.
Das Beherrschen von jederzeit anwendbaren Prinzipien steht vor dem Auswendiglernen von unzähligen technisch komplexen Bewegungsfolgen.
Gleichzeitig ist das DDS eine wissenschaftlich orientierte Methode, welche sich die Erkenntnisse der Biomechanik zunutze macht, um ihre technische Effizienz noch weiter zu steigern.
Von äußerster Wichtigkeit ist die psychologische Vorbereitung auf den Ernstfall: hier weist das DDS neue Wege: mit dem regelmäßigen Abhalten von Simulationsübungen, welche dem Schüler die Möglichkeit geben, sich in “fast” reellen Bedingungen  zu erleben, kann der Effekt von Adrenalin erfahren und somit überwunden werden.
Der Schüler trägt moderne westliche Sportkleidung (T-Shirt, Jogging-Hose). Eine adequate Schutzausrüstung (Schutzhandschuhe,  Schienbeinschützer) erlaubt realistisches und zugleich gefahrloses Trainieren.

Die Techniken


Der Hauptakzent liegt ohne Zweifel auf den Schlagtechniken. Ein gut plazierter Schlag verfehlt seine Wirkung nicht, sogar wenn er von einer Person stammt, die technisch nicht perfekt oder physisch sehr schwach ist.

Schläge sind die Hauptwaffe bei der Selbstverteidigung, sie sind schnell erlernbar und eine ganze Panoplie an natürlichen Waffen steht uns zu Verfügung : Faust, Fuß, Ellbogen, Knie, Kopf, um nur einige zu nennen.

Hebel sind technisch gesehen viel komplexer und nur in den seltensten Fällen von erfahrenen Kampfkünstlern im reellen Kampf erfolgreich anzuwenden.

Technisch komplizierte Wurftechniken bergen ebenfalls viele Risiken: man wird vielleicht in einen Ringkampf hineingezogen oder fällt mit dem Gegner zu Boden ; beides Situationen, die unbedingt zu vermeiden sind, wenn man mehrere Gegner abwehren muss.
Es ist falsch um jeden Preis eine (spektakuläre) Wurftechnik anbringen zu wollen ;
Im Ernstfall sind einfache Fußfeger und Stoßtechniken sinnvoller, um den Gegner zu Boden zu bringen.

Das DYNAMIC DEFENSE SYSTEM ist technisch gesehen nicht begrenzt.
Pragmatismus ist Trumpf.

Was beinhaltet das Lehrprogramm ?

Das Lehrprogramm beinhaltet unter anderem folgende Punkte:

  • Verteidigungstechniken und –taktiken gegen unbewaffnete Angriffe
  • Umgang mit Messer und Knüppel
  • Verteidigungstechniken und –taktiken gegen Messer und Knüppel
  • Abwehr mehrerer Gegner
  • Behelfswaffen
  • Psychologie und Taktik des Kriminellen
  • Den Ernstfall erkennen und ihm ausweichen
  • Psychologisches Taktieren/Beschwichtigen
  • Mentale Vorbereitung

Wieviel Zeit muss in das Training investiert werden ?

Dies hängt natürlich von der persönlichen Zielvorstellung und der körperlichen Verfassung jedes Einzelnen ab.
Das wöchentliche Minimum besteht aus:

  • einer intensiven Übungseinheit (2h) in der Gruppe
  • einer individuellen Übungseinheit zu Hause, um das Gelernte zu wiederholen, zu festigen und die körperliche Verfassung zu verbessern.

 

Die Gründer des DDS


KRIER Frank SCHMIT Jean
2. DAN Yoseikan Kempo 3. DAN Yoseikan Budo
1. KYU Karate 3. DAN Karate

Fotos: Barthel Henri

©2006 Yoseikan Walfer